Wenn eine Tour dieser Größenordnung durch Deutschland zieht, sieht das Publikum nur maximal drei Stunden Show. Was niemand wirklich sieht und die meisten auch vergessen: die Tage und Nächte davor. Die Planung, Organisation, Disposition, das Hin- und Herschmeißen von Plänen bis es losgehen kann.

Und dann kommen die Tourtage selbst. Du gehst abends auf eine Stadionshow in einer Großstadt? Geil! Wir sind seit der Nacht davor vor Ort und rödeln seit dem Morgen. Weil jeder Truck exakt zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle stehen muss. Dein Konzertabend ist eben nur das Erlebnis, was du dir wünscht, wenn Bühne, Licht und Ton rechtzeitig stehen.
Für uns bei der Harder Stage war genau das die letzten zwei Monate wieder Alltag. Bei der 20 Jahre Helene-Fischer-Tour nur in einer besonders großen Dimension. Der Tourstart lag Anfang Juni und dann ging es quer durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande.
„Anspruchsvoller geht kaum. Jede Ankunft musste sitzen, jeder Handgriff, jede Minute. Selbst wenn die Planung unübersichtlich wurde. Aber genau das macht diese Tour am Ende so besonders für uns.“ Sandro Vogt, Disponent
„Bühne“ ist eigentlich das falsche Wort für das, was an jedem Stopp neu entsteht: eine 360-Grad-Konstruktion mitten im Stadion, rund 90 Meter lang, 25 Meter hoch, 288 Tonnen Kerngewicht, mit vier Laufstegen raus zu Satellitenbühnen an den Stadionenden. Bedeutet für alle, die in den Stadien waren: Von jedem Platz aus konnte man die Show sehen. Ein Ende des Stadions musste nicht leer bleiben, sondern wurde ebenfalls besetzt. Die ganze Show war ein Erlebnis, dass wir so nur selten erleben können.
Was diese Tour für uns bedeutet hat, lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen. Eine Produktion in dieser Größe ist offensichtlich kein Zwei-Personen-Job. Allein im Bühnenaufbau waren pro Station über 150 Techniker*innen im Einsatz, dazu über 120 Tänzer*innen und Akrobat*innen auf der Bühne selbst. Und im Hintergrund nochmal unzählige Menschen bei Security, Catering, Merch, Tourmanagement, Produktions, Tourbusse und Trucking, mit uns. Am Ende dieser Tour waren es über 750.000 Fans, die gemeinsam in den Stadien standen. Genau dafür hat es sich jeden einzelnen Abend gelohnt: Wenn wir müde vom Auf- und Abbau oder von den Fahrten waren, stand da dieses eine Bild vor uns. Tausende Menschen, die gerade den Abend des Jahres – oder vielleicht auch ihres Lebens – hatten. Und wir wussten, ohne uns wäre dieser Abend so nicht möglich gewesen. Was für ein verrücktes Gefühl!

Insgesamt waren für diese Tour 86 Trucks im Einsatz, 16 davon mit unseren Truckern am Steuer. Und weil es an vielen Stationen zwei Nächte hintereinander gibt, fällt zwar der lange Transferweg zur nächsten Stadt weg – dafür heißt es mitten in der laufenden Show-Woche noch mal ran, während die Uhr für die nächste Vorstellung schon wieder tickt. Wer uns kennt, dem ist aufgefallen, dass wir für diese Tour unser Team und unseren Fuhrpark vergrößert haben. Und schonmal antesten konnten, wie die Harder Stage funktioniert, wenn sie sukzessive wächst. Hat geklappt!
„Das war die anspruchsvollste Produktion, die wir bisher gefahren sind. Logistisch und von der Größe des Teams her, jeden einzelnen Abend. Helene Fischer war die größte Show Europas in diesem Jahr, und wir durften ein Teil davon sein. Darauf ist unser ganzes Team stolz!“ Martin Pries, CEO
Wir sind dankbar, ein Teil dieser Produktion gewesen zu sein. Wir hatten einen riesengroßen Spaß mit dem Team. Wir haben jede Hürde getackelt. Und wir sind stolz auf jede und jeden, die/der das möglich gemacht hat!

